Dossier Wasserstoff – DIE ACHSE DES GUTEN. ACHGUT.COM

2022-08-26 22:00:34 By : Ms. Janey Hu

Die Tagesschau schwärmte, doch die Realität in Sachen Wasserstoff als energiepolitischer Heilsbringer sieht weiterhin düster aus. Auf Achgut.com ist zu dieser Thematik seit Jahren Ernüchterndes berichtet worden. Ein Dossier anlässlich der Kanada-Reise von Habeck und Scholz. 

Die Tagesschau applaudierte Wirtschaftsminister Habeck und Bundeskanzler Scholz zu ihrer Reise nach Kanada: „Endlich einmal Politik mit Weitsicht“. Das dort beschlossene Wasserstoff-Abkommen soll helfen, die Abhängigkeit von russischem Gas zu beenden, und zu „klimaneutraler“ Energiegewinnung beitragen. Wasserstoff ist dabei nicht als Quelle, sondern als Speicher zu verstehen. Unter hohem Energieaufwand wird Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff gespalten, wobei keine Treibhausgase entstehen. „Klimafreundlich“ ist das Ganze jedoch nur dann, wenn dafür Strom aus „Erneuerbaren“ verwendet wird, etwa aus Wind – und den gibt es in den kanadischen Atlantikprovinzen Neufundland, Nova Scotia und New Brunswick zuhauf.  Zu den erheblichen Problemen ist auf Achgut.com sehr viel geschrieben worden, zuletzt heute morgen von Hans Hoffmann-Reinke. Und hier eine Sammlung weiterer bereits erschienener Beiträge zum Thema.

Rettung durch die „Grüne Wasserstoffwirtschaft“?

Nachdem die sogenannte Energiewende immer deutlicher an ihre (pysikalischen) Grenzen gerät und dem Land eine der womöglich größten Fehlinvestitionen seiner Geschichte bescheren könnte, geht nun die Formel von der Wende-rettenden Wasserstoff-Wirtschaft um.

Wasserstoff und Kernenergie sollen Windkraft retten

Die neuen Zauberwörter der Schlangenölverkäufer sind „Wasserstoffwirtschaft“ und „Sektorenkopplung“: Man will nicht nur elektrische Energie während der Dunkelflauten aus Wasserstoff herstellen, sondern ihn auch als Kraftstoff, zur Gebäudeheizung und für alle möglichen industriellen Anwendungen einsetzen. Auf solch eine Kopfgeburt kann nur einer kommen, für den Thermodynamik lediglich ein Wort mir 13 Buchstaben ist.

Wunschtraum Wasserstoff – aber hierzulande nicht machbar

Die Elektrolyse, die Zerlegung von Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff durch Gleichstrom, entdeckte ein deutscher Chemiker schon vor über 200 Jahren; ein paar Jahrzehnte später realisierte ein englischer Forscher die erste Brennstoffzelle. Ob und wie diese Technologien wirtschaftlich funktionieren, haben Ingenieure und Techniker noch nicht herausgefunden. Das ist der Grund, warum Wasserstoff in der technischen Energiewelt kaum eine Rolle spielt, trotz Weiterentwicklung und Verbesserung der Technologie.

Wasserstoff – Deutschlands neuer Rollstuhl

Deutschlands Energieversorgung war einmal ein gesunder Athlet mit zwei starken Beinen: Atomkraft und Kohle. Man amputierte das eine Bein und gab ihm zwei Krücken: Wind und Solar. Jetzt, wo man ihm auch das andere Bein abnehmen wird, helfen keine Krücken mehr; der Athlet braucht einen Rollstuhl. Das ist der Wasserstoff.

Endlich: sauber Autofahren ohne Reue, und auch billig ist es, denn Wind und Wasser kosten bekanntlich nichts. Soweit das offizielle Narrativ. Das ist aber weniger als die halbe Wahrheit, es ist eine Milchmädchenrechnung.

Strom auf Lager: Die böse Realität

Vorsicht, Wasserstoff ist keine Energiequelle – ebenso wenig, wie ein Bankkonto eine Geldquelle ist. Von dem können wir auch nur das abheben, was wir zuvor deponiert haben. Und so müssen wir auch bei Wasserstoff erst Energie einzahlen, bevor wir sie abheben können. Und nicht nur das, wir müssen wesentlich mehr einzahlen, als wir schließlich zurückbekommen. Wasserstoff ist also keine Quelle für Energie, sondern bestenfalls ein Speicher – und noch dazu ein ganz erbärmlicher.

Ich habe keine Zweifel. Das wird der finale Akt im Drama namens Energiewende; einer Tragödie, geprägt von mutwilliger Blindheit gegenüber ökonomischen Realitäten, getrieben von Ideologie und Rechthaberei, frei von Logik und Professionalismus. Und mit diesem letzten Vorhang endet dann auch die Erfolgsgeschichte der deutschen Industrie – „Not with a Bang, but with a Whimper“ – Nicht mit einem Knall, sondern einem Wimmern.

Die Zerstörung des deutschen Gasnetzes:

Der einzige Weg von fluktuierender Erzeugung zu gesicherter Leistung ist (wenn man auf den einfachen Weg von Backup-Kraftwerken auf Gas- und Kohlebasis verzichten will) die Zwischenspeicherung in Wasserstoff. Das führt aber zu erheblichen Umwandlungsverlusten von 70–75 Prozent.

Hat sich denn jemand schon mal Gedanken gemacht, was die Kilowattstunde kanadischer Windstrom bei mir an der Steckdose kosten soll?

Methanol siedet bei 56°C unter Normalbedingungen. Ethanol: 78°C. Methanol macht blind, Ethanol besoffen - wenn man es säuft. Wer Propanol säuft, kriegt Dünnpfiff.

Ich bin eigentlich ganz zufrieden. Die Grünen sind genau zum richtigen Zeitpunkt an die Schalthebel der (Ohn-)Macht gekommen, um nun in erster Reihe den Katrastrophen-Film zu genießen, an dessen Drehbuch sie jahrelang maßgeblich mitgeschrieben haben. Wenn es nicht so schlimm wäre, könnte man sagen: Tüte Popcorn kaufen und mit ‘ner Cola gepflegt zurücklehnen und chillen.

Die Meisten Leute haben einfach grundsätzlich keine Ahnung von was sie reden. Wie man schön auch in den Kommentaren lesen kann. Wasserstoff eignet sich in der Industrie sehr gut für die Speicherung grösserer Energie Mengen. Es gibt Transportbereiche wie: Schiffahrt, Luftfahrt, LKW die auf den Wasserstoff angewiesen sind. Das mit Akkus zu machen ist schlicht techn. nicht realisierbar. Aber ich lache immer wenn ungebildete Menschen von Wirkungsgraden sprechen, von denen sie nichtmal die Zusammenhänge verstehen. Nicht verstehen, dass Wirkungsgrade nur dann eine Rolle spielen wo Kosten anfallen. Sonne und Windkraft ist gratis meine Freunde und man schöpft sie dort wo es am einfachsten ist diese zu gewinnen und das ist nun mal nicht in Deutschland.

Die Not ist groß wenn Träume sterben, es wird nach allem gegriffen was das selbst verursachte Desaster möglicherweise abwenden könnte. Ein Sprichwort sagt „ In der Not greift der Ertrinkende nach der Schlange” Unsere Ertrinkenden reisen durch die Welt um eine Schlange zu finden an der sie sich festhalten können bevor sie untergehen.

@A.Schröder : “Und die Energie die das Knallgas irgendwann in grauer astronomischer Vorzeit mal freigegeben hat, will sie heute wieder haben.” Ja doch. Darum geht es ja. Energie. Das ist der Stoff aus dem die Albträume sind. Brauchen wir.

0% Kompetenz, 100% Ideologie und 100% Aktionismus ist die tödlichste Mischung, die es überhaupt für ein Land gibt. Das ist die Situation Deutschlands.

Hans Hofmann-Reinecke, nicht wie oben Hofmann-Reine

Wer in Chemie aufgepaßt hat, weiß um die Bindung von Sauerstoff und Wasserstoff. Es rinnt so schön aus dem Hahn, aber aufspalten ist was ganz anderes. Und die Energie die das Knallgas irgendwann in grauer astronomischer Vorzeit mal freigegeben hat, will sie heute wieder haben.

Also Fahrzeuge, die mit Wasserstoff angetrieben werden, gibt es schon. Die andere Lösung ist Methanol, was den Vorteil hat, einfacher speicherbar zu sein. Denn der Siedepunkt liegt eher im Bereich der normalen Lufttemperatur.

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