Emerson hat eine mehrjährige strategische Rahmenvereinbarung mit Bayotech, einem Hersteller von Wasserstoffgeneratoren, geschlossen. Emerson soll demnach Automatisierungstechnik und Software für den Bau von hunderten solcher Anlagen liefern.
Bayotech will lokale autonome Produktionszentren für Wasserstoff aufbauen. (Bild: Emerson)
Die modularen Wasserstoffgeneratoren von Bayotech erzeugen bis zu 1.000 kg/d, was für bis zu 200 Fahrzeuge mit Wasserstoff-Brennstoffzellenantrieb ausreicht. Ziel ist es, die zentralisierte Wasserstoff-Versorgungskette durch ein Modell lokaler autonomer Produktionszentren zu ersetzen. Die von patentierte Technologie erfordert nach Angaben des Herstellers weniger Rohstoffe für die Wasserstoffproduktion, wodurch im Vergleich zu herkömmlichen Reformern weniger Kohlenstoffemissionen erzeugt und die Kosten gesenkt werden könnten.
Die Wasserstoff-Produktion durch Elektrolyse ist energieaufwendig. Wie eine von der Natur inspirierte Verbindung energieeffizient und nachhaltig Wasserstoff produzieren könnte, hat nun ein internationales Forschungsteam beschrieben. Hier weiterlesen.
„Bayotech hat das Ziel, zum weltgrößten dezentralen Wasserstofferzeuger zu werden“, erklärte CEO Mo Vargas. Um die wachsende Nachfrage nach Wasserstoff zu erfüllen, entwickelt das Unternehmen auch 5-, 10- und 20-Tonnen-Generatoren, die zu weiteren Effizienzsteigerungen führen sollen. In Kombination mit Emersons speicherprogrammierbaren Steuerungen (SPS) und Edge-Control-Technologien und der Microsoft Azure-IoT-Suite können die unbemannten, voll autonomen Skids vom Bayotech-Hauptsitz in Albuquerque im US-Bundesstaat New Mexico aus betrieben und überwacht werden.
Die Wasserstoffgeneratoren befinden sich bereits im Bau und sollen an den eigenen Wasserstoffzentren, an US-Kundenstandorten sowie an anderen Standorten weltweit zum Einsatz kommen. Diese Zentren sollen den lokal produzierten Wasserstoff über die Hochdruck-Gastransport- und -Speicheranlagen von Bayotech an nahegelegene Abnehmer liefern. Mithilfe der Anlagen von Bayotech könne pro Fahrt dreimal mehr Wasserstoff transportiert werden als mit herkömmlichen Stahlrohr-Trailern.
Oktober 2021: Auf der schottischen Orkney-Insel Flotta soll eine Großanlage zur Erzeugung von grünem Wasserstoff aus Windstrom entstehen. In das Vorhaben sind namhafte Unternehmen der Energiebranche eingebunden.Das von der Green Investment Group von Macquarie, Total Energies und dem schottischen Projektentwickler Renewable Infrastructure Development Group (RIDG) gebildete Konsortium Offshore Wind Power Limited (OWPL) hat angekündigt, dass es die Nutzung von Offshore-Windenergie für die Produktion von grünem Wasserstoff in industriellem Maßstab auf der Insel Flotta in Orkney, Schottland, untersucht Zum ausführlichen Bericht (Bild: Flotta Hydrogen Hub)
Oktober 2021: Der britische Petrochemie-Konzern Ineos will bis 2045 am Standort Grangemouth 1 Mrd. Pfund investieren. Schwerpunkt bilden dabei Maßnahmen zur Dekarbonisierung. Bereits bis 2030 sollen massive CO2-Einsparungen erreicht werden.Bis 2030 will das Unternehmen über 60 % der Emissionen einsparen, bis 2045 soll das Netto-Null-Emissionsziel im Hinblick auf das Treibhausgas Kohlendioxid erreicht werden. "Unser Fahrplan baut auf den erheblichen Einsparungen auf, die wir in Grangemouth bereits erzielt haben. Als Ineos den Standort im Jahr 2005 kaufte, stieß er jährlich rund 5 Millionen Tonnen CO2 aus. Heute haben wir diese Menge bereits auf 3 Mio. Tonnen reduziert. Unser nächster Schritt, die Nutzung von Wasserstoff in Verbindung mit der Kohlenstoffabscheidung im Rahmen des Acorn-Projekts, wird diesen Wert auf unter 2 Mio. senken. Unser Fahrplan, der über das Acorn-Projekt hinausgeht, hat ein Ziel, nämlich die CO2-Emissionen bis 2045 sicher und effizient auf Null zu reduzieren", sagte Andrew Gardner, Vorsitzender von Ineos Grangemouth. Zum ausführlichen Bericht (Bild: Marcus - stock.adobe.com)
Oktober 2021: Thyssenkrupp gibt beim Thema Wasserstoff-Elektrolyse weiter Gas: Der Technologie- und Anlagenbaukonzern hat angekündigt, seine Elektrolysekapazität auf 5 GW/a auszubauen - auch, weil das BMBF großzügig fördert.Innerhalb von vier Jahren will Thyssenkrupp bis 2025 seine Technologieführerschaft entlang der gesamten Wertschöpfungskette grüner Chemikalien weiter ausbauen, Dabei geht es um die serienmäßige Herstellung großskaliger Wasser-Elektrolyseure (H2Giga), die Erzeugung von synthetischen Kraftstoffen, grünem Ammoniak, grünem Methanol und synthetischem Methan auf See (H2Mare) sowie Transport- und Umwandlungstechnologien von Wasserstoff, wie das Ammoniak-Cracking (TransHyDE). Mit diesen Leitprojekten werden die Expertise für Wasserstofftechnologien in Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft deutschlandweit gebündelt und damit die Initialzündung für Entwicklung, Konzeption und Umsetzung von Wasserstofflösungen im industriellen Maßstab gegeben. Zum ausführlichen Bericht (Bild: Thyssenkrupp)
September 2021: Wasserstoff made in Germany: Das Bundeswirtschafts- und das Bundesverkehrsministerium haben kürzlich aus über 230 Projektskizzen 62 förderungswürdige Wasserstoff-Großprojekte ausgewählt, die mit 8 Mrd. Euro staatlichen Mitteln von Bund und Ländern gefördert werden sollen. Wir stellen Ihnen hier zehn mit einer bereits geplanten industriellen Anwendung vor. Zum ausführlichen Bericht (Bild: Chaotic Photography - stock.adobe.com)
September 2021: Im Energiepark Bad Lauchstädt wollen verschiedene Projektpartner grünen Wasserstoff – von der Herstellung bis zum Einsatz – unter realen Bedingungen im industriellen Maßstab untersuchen. Das Projekt erhielt nun eine Förderung über rund 34 Mio. Euro.Ziel des Projekts ist es, im südlichen Sachsen-Anhalt die gesamte Wertschöpfungskette für Grünen Wasserstoff abzubilden. Dabei wird erneuerbarer Strom aus einem neu zu errichtendem Windpark mittels einer Großelektrolyse-Anlage mit einer Leistung von rund 30 MW in klimafreundlichen Wasserstoff umgewandelt und über eine umzuwidmende 20 km lange Gasleitung der chemischen Industrie im benachbarten Leuna zugeführt. Zudem sollen die entscheidenden Vorarbeiten getätigt werden, um den produzierten grünen Wasserstoff in einer eigens dafür ausgestatteten, knapp 180 m hohen Salzkaverne ab 2026 zwischenspeichern zu können. Das Vorhaben hat ein Gesamt-Investitionsvolumen von rund 140 Mio. Euro. Zum ausführlichen Bericht (Bild: BMWi)
September 2021: Wasserstoff aus erneuerbaren Energien wird noch lange wirtschaftlich nicht wettbewerbsfähig sein. Der Thinktank Agora Energiewende hat die politischen Instrumente analysiert, mit denen die Kostenlücke zwischen grünem und grauem bzw. blauem Wasserstoff geschlossen werden kann.F ür die Experten der Agora Energiewende ist unstrittig, dass Wasserstoff eine Schlüsselrolle bei der Erreichung der Klimaneutralität in verschiedenen Sektoren spielen wird. Im Einklang mit dieser Erkenntnis hätten die politischen Entscheidungsträger in Europa aktiv Strategien zur Entwicklung von Wasserstoff verabschiedet. Doch auch bei massiv teureren Kohlenstoffzertifikate wird erneuerbarer Wasserstoff voraussichtlich noch bis in die 2030er Jahre nicht wirtschaftlich konkurrenzfähig zu konventionell aus fossilen Energieträgern hergestelltem Wasserstoff sein. Zum ausführlichen Bericht (Bild: malp - stock.adobe.com)
August 2021: RWE und das ukrainische Energieunternehmen Naftogaz planen, zukünftig entlang der gesamten Wertschöpfungskette von grünem Wasserstoff zusammenzuarbeiten. Dafür wollen die Partner in der Ukraine produzierten Wasserstoff nach Deutschland exportieren.RWE und Naftogaz haben vereinbart, neben der Wasserstoff-Wertschöpfungskette auch die von Derivaten wie Ammoniak, die in der Ukraine produziert werden, zu prüfen. Dafür wollen die Partner zunächst die Produktion und Speicherung von grünem Wasserstoff und Ammoniak in der Ukraine vorantreiben. Der Export nach Deutschland soll unter dem Aspekt der H2Global-Initiative der deutschen Regierung für Importe von grünem Wasserstoff, der außerhalb der EU produziert wird, stattfinden. Zum ausführlichen Bericht (Bild: Naftogaz)
August 2021: Linde liefert grünen Wasserstoff an InfineonLinde hat mit Infineon vereinbart am Standort Villach in Österreich grünen Wasserstoff zu produzieren und zu speichern. Um den Wasserstoff für die Halbleiter-Fertigung von Infineon herzustellen, plant Linde einen 2-MW-PEM-Elektrolyseur in Villach.n seinem Standort in Österreich will Infineon zukünftig grünen Wasserstoff bei der Halbleiter-Fertigung nutzen. (Bild: Infineon) Linde soll neben dem Wasserstoff auch weitere Industriegase an Infineon liefern. Dafür baut der Gaslieferant neben dem Elektrolyseur auch eine Luftzerlegungs-Anlage am Standort Villach. Diese soll die Versorgung mit Stickstoff für die Fertigung ermöglichen. Zudem will Linde noch ein Lagersystem für zusätzliche Industriegase einrichten, damit Infineon seinen wachsenden Bedarf decken kann. Die neuen Anlagen sollen 2022 in Betrieb gehen. Zum ausführlichen Bericht (Bild: Infineon)
August 2021: Air Liquide plant, durch den Bau eins PEM-Elektrolyseurs klimaneutralen Wasserstoff zu erzeugen. Den will das Unternehmen in seine bestehende Wasserstoff-Pipeline integrieren, um emissionsfreie Mobilität im Raum Rhein-Ruhr zu fördern.Den Protonen-Exchange-Membran-Elektrolyseur (PEM) will Air Liquide in einer ersten Phase mit einer Leistung von 20 MW bereits 2023 in Betrieb nehmen, mit einem Wasserstoff-Produktionsvolumen von 2.900 t/a. In einer zweiten Phase will das Unternehmen die Kapazität dann auf 30 MW erhöhen. Damit ist der Elektrolyseur laut Unternehmensaussage die größte Produktionsanlage von grünem Wasserstoff in Deutschland, die an eine bestehende Wasserstoff-Infrastruktur angeschlossen wird. Die technologische Lösung für das Projekt entwickelt der Gasanbieter Air Liquide gemeinsam mit Siemens Energy. Das ist nicht das einzige grüne Wasserstoff-Projekt an dem Siemens Energy beteiligt ist. Zum ausführlichen Bericht (Bild: Photodiod - stock.adobe.com)
Juli 2021: Shell und Uniper wollen bei der Produktion und Nutzung von Wasserstoff intensiver zusammenarbeiten. Dabei geht es den beiden um bestehende, aber auch um neue Projekte in Europa. Dazu wollen die beiden Unternehmen zunächst gemeinsam Synergien heben, um bestehende Projekte in Deutschland, den Niederlanden und anderen europäischen Ländern zu beschleunigen. Im Mittelpunkt der Zusammenarbeit steht laut den Partnern aber, zukünftige Möglichkeiten zu erkunden. Dazu gehört auch die notwendige Infrastruktur für den großvolumigen Transport von Wasserstoff von den Häfen Rotterdam und Wilhelmshaven nach Nordrhein-Westfalen (NRW). Außerdem soll ein gegenläufiger Transport von CO2 aus NRW stattfinden. Eines der konkreten Projekte im Fokus der Kooperation soll die ehemalige Rheinland-Raffinerie sein, die Shell aktuell in einen Chemie- und Energiepark umwandelt. Am 2. Juli hat Shell dort einen 10-MW-PEM-Elektrolyseur zu Herstellung von grünem Wasserstoff in Betrieb genommen und arbeitet mit Partnern daran, die Kapazität auf 100 MW zu erweitern. Zum ausführlichen Bericht (Bild: Shell)
Juli 2021: Der Anlagenbauer Technip Energies hat von Horisont Energi den Auftrag für eine Konzeptstudie zum Bau einer kohlenstoffneutralen Ammoniakanlage in Hammerfest, Nowegen, erhalten.Die geplante Anlage wird Europas erste großtechnische blaue Ammoniak-Anlage beinhalten, die auf der Syncor Ammonia-Technologie von Haldor Topsøe aufbaut. Mehr als 99% des entstehenden CO2 werden während des Produktionsprozesses abgeschieden und gespeichert. Wenn bei der Produktion von Ammoniak oder Wasserstoff aus fossilen Energieträgern das entstehende Kohlendioxid abgeschieden und gespeichert wird, spricht man von "blauem" Ammoniak oder blauem Wasserstoff. Die Speicherung soll bei dem Projekt durch den Transport des gesamten CO2 vor die Küste erfolgen, wo es in ein großes geologisches Reservoir unter dem Meeresboden injiziert wird. Zum ausführlichen Bericht (Bild: Toreven - stock.adobe.com)
Juli 2021: Mit einem symbolischen Spatenstich ist im bayrischen Wunsiedel eines der größten grünen Wasserstoffprojekte gestartet worden: Siemens Smart Infrastructure realisiert das Projekt und plant die Inbetriebnahme bereits im Sommer 2022.Im Energiepark Wunsiedel soll eine Wasserstofferzeugungsanlage mit einer Anschlussleistung von 8,75 MW entstehen. Bild: Siemens In Wunsiedel sollen ab Mitte 2022 jährlich bis zu 1.350 Tonnen Wasserstoff ausschließlich mit regenerativer Energie zum Beispiel aus Photovoltaik oder Windkraft hergestellt werden. Durch den Einsatz dieses Wasserstoffs in Verkehr und Industrie können jährlich bis zu 13.500 Tonnen CO2 vermieden werden. Siemens Smart Infrastructure errichtet als Generalunternehmer die Gesamtanlage, und Siemens Financial Services (SFS) beteiligt sich an der Eigenkapitalfinanzierung sowie mit einem Anteil von 45 % an der Betreibergesellschaft Wun H2. Der Elektrolyseur wird von Siemens Energy geliefert. Zum ausführlichen Bericht (Bild: Siemens)
Juni 2021: Der Mineralöl-Konzern Total Energies hat mit verschiedenen Partnern das e-CO2Met-Projekt in Leuna gestartet. Dort soll Methanol aus kohlenstoffarm produziertem Wasserstoff und abgetrenntem Kohlendioxid hergestellt werden. Schon derzeit produziert Total Energies in der Raffinerie Mitteldeutschland in Leuna rund 700.000 t/a Methanol auf Basis fossiler Rohstoffe und ist damit nach eigenen Angaben der größte Methanolproduzent in Europa. Der Anspruch ist nun, klimaneutrales Methanol vor Ort zu produzieren. Dazu sollen in dem Demonstrationsprojekt das Zusammenspiel von drei Prozessen getestet werden: die Nutzung von CO2 aus der Raffinerie, die Verwendung von grünem Wasserstoff, der durch Hochtemperatur-Elektrolyse erzeugt wird, und die anschließende Methanolsynthese auf der Skalierungsplattform Hy2Chem. Zum ausführlichen Bericht (Bild: Thomas - stock.adobe.com)
Juni 2021: Der Hafenbetrieb Rotterdam hat eine Machbarkeitsstudie für den Bau einer neuen Pipelineverbindung nach Deutschland gestartet. Die Leitung mit dem Namen „Delta Corridor“ soll vor allem Wasserstoff transportieren.Die vorgesehene unterirdische Trasse des Delta Corridor verläuft von Rotterdam über Moerdijk, Tilburg und Venlo zum Industriepark Chemelot in der niederländischen Provinz Limburg und weiter nach Nordrhein-Westfalen. Die Pipelines sollen den Transport von „verschiedenen Produkte“ ermöglichen – neben Wasserstoff könnten auch Pipelines für CO2, LPG und Propylen entstehen. Zum ausführlichen Bericht (Bild: Port of Rotterdam)
Juni 2021: Der Anlagenbauer Worley hat vom Energiekonzern Shell einen Auftrag über Engineering Services zum Bau einer Wasserstoffanlage erhalten. Die 200 MW-Elektrolyseanlage soll im Industriehafen Maasvlakte II bei Rotterdam entstehen.Nach der Fertigstellung wird das Projekt eine der größten kommerziellen Produktionsanlagen für grünen Wasserstoff weltweit sein. Das Projekt unterstützt direkt unsere Absichtserklärung, eine nachhaltigere Welt zu schaffen. Das Projekt Holland Hydrogen I von Shell wird auf der Tweede Maasvlakte im Hafen von Rotterdam in den Niederlanden angesiedelt sein. Eine endgültige Investitionsentscheidung soll noch in diesem Jahr getroffen werden. Welche aktuell größten Wasserstoffprojekte in Europa angeschoben werden, lesen Sie hier. Zum ausführlichen Bericht (Bild: Thomas - stock.adobe.com)
Juni 2021: Der Mineralöl-Konzern Total Energies hat mit verschiedenen Partnern das e-CO2Met-Projekt in Leuna gestartet. Dort soll Methanol aus kohlenstoffarm produziertem Wasserstoff und abgetrenntem Kohlendioxid hergestellt werden. Schon derzeit produziert Total Energies in der Raffinerie Mitteldeutschland in Leuna rund 700.000 t/a Methanol auf Basis fossiler Rohstoffe und ist damit nach eigenen Angaben der größte Methanolproduzent in Europa. Der Anspruch ist nun, klimaneutrales Methanol vor Ort zu produzieren. Dazu sollen in dem Demonstrationsprojekt das Zusammenspiel von drei Prozessen getestet werden: die Nutzung von CO2 aus der Raffinerie, die Verwendung von grünem Wasserstoff, der durch Hochtemperatur-Elektrolyse erzeugt wird, und die anschließende Methanolsynthese auf der Skalierungsplattform Hy2Chem. Zum ausführlichen Bericht (Bild: Total Energies)
Juni 2021: Der Automatisierungsanbieter ABB will mit dem Schweizer Energieversorger Axpo in Italien modulare Anlagen und ein optimales Betriebsmodell zur Produktion von kostengünstigem grünem Wasserstoff entwickeln. In einem ersten Schritt wollen die Kooperationspartner Machbarkeitsstudien durchführen, um Möglichkeiten zur Senkung der Betriebskosten und zur Reduktion der Kohlenstoffbilanz zu untersuchen. Auf diese Weise sollen Synergien identifiziert werden, die die Standardisierung, Modularisierung sowie die effiziente und flexible Erzeugung von grünem Wasserstoff unterstützen. Zum ausführlichen Bericht (Bild: ABB)
Mai 2021: Im Rahmen der Phase II seines Projektes Hy-Synergy plant Everfuel eine Elektrolyseanlage zur Produktion von Wasserstoff mit einer Leistung von 300 MW. Die Inbetriebnahme am Standort Fredericia, Dänemark, ist für 2024 geplant.Die Hy-Synergy Phase II beinhaltet einen signifikanten Scale-up in der Produktion von grünem Wasserstoff. Dieser soll in emissionsfreier Mobilität sowie als Rohstoff für verschiedene regenerative Kraftstoffe dienen. Die fertige Anlage soll eingesparte CO2-Emissionen von rund 214.000 t/a ermöglichen. Dänemark will seine Emissionen bis 2030 insgesamt um 70 % senken. Der ebenfalls in der Anlage produzierte Sauerstoff soll zur Abscheidung von Kohlenstoff dienen und die Emissionen der Raffinerie in Fredericia um 25 % reduzieren, indem der grüne Wasserstoff für die Produktion von Benzin, Diesel, DME und M85 mit einem geringeren Kohlenstoff-Fußabdruck verwendet wird. Zum ausführlichen Bericht (Bild: Bluedesign stock.adobe.com)
Mai 2021: Die deutschen Stahlunternehmen Thyssenkrupp und HKM sowie der Hafen Rotterdam wollen gemeinsam eine internationale Lieferkette für Wasserstoff etablieren. Das Projekt ist Teil der Transformation zu klimaneutralem Stahl.Bisher haben die Stahlhersteller Thyssenkrupp und Hüttenwerke Krupp Mannesmann (HKM) Kohle, Eisenerz sowie weitere Rohstoffe über ein eigenes Terminal in Rotterdam importiert. Um Stahl klimaneutral zu produzieren, würden die Unternehmen große Mengen Wasserstoff anstelle von Kohle benötigen. Die Zusammenarbeit der Stahlkonzerne mit dem Hafen Rotterdam soll prüfen, wie Wasserstoff über Rotterdam international importiert und ein Pipeline-Korridor zwischen Rotterdam und Duisburg ermöglicht werden könnte. Dabei soll das Vorhaben bereits bestehende Initiativen und Projekte, an denen die Partner beteiligt sind, unterstützen. Zum ausführlichen Bericht (Bild: Thyssenkrupp)
Mai 2021: Das schwedische Konsortium Liquid Wind hat einen FEED-Auftrag an Worley vergeben: Im Nordosten Schwedens soll eine Anlage für die Produktion von Methanol mittels Windenergie entstehen.Mit dem Front-end Engineering und Design (FEED) unterstützt Worley das Industriekonsortium Liquid Wind am Standort Örnsköldsvik bei der Technologie-Integration, insbesondere dem Verbund mit dem Kraftwerk Övik Energi. Die Betreiber planen eine Produktionskapazität von 50.000 t/a Methanol. Als Ausgangsstoffe sollen Kohlendioxid aus einem Biomasse-Kraftwerk und grüner Wasserstoff dienen. Das produzierte Methanol dient als nachhaltige Alternative zu fossilen Brennstoffen. Baubeginn soll 2022 sein, die Produktion soll 2024 beginnen. Bis 2050 will Liquid Wind insgesamt 500 ähnliche Anlagen errichten. Dafür will Worley gemeinsam mit dem Konsortium ein modularisiertes Anlagenkonzept entwickeln. Zum ausführlichen Bericht (Bild: Liquid Wind)
Mai 2021: BASF und RWE wollen den Chemiestandort Ludwigshafen zum Vorreiter in Sachen Klimaschutz machen. Ziel des Projektes ist es, mit Strom aus einem neuen Offshore-Windpark die Basischemikalien-Produktion zu elektrifizieren und Wasserstoff herzustellen.Das gemeinsame Projekt des Chemiekonzerns BASF und des Energielieferanten RWE heißt Offshore-to-X. Dafür will RWE einen Offshore-Windpark in der deutschen Nordsee entwickeln, bauen und betreiben. BASF soll eine Beteiligung daran erhalten. Über eine Netzanbindung zum Festland in Niedersachsen plant RWE den grünen Strom über das überregionale Übertragungsnetz zum BASF-Standort Ludwigshafen zu leiten. Der Energielieferant rechnet mit einer Kapazität von 2 GW mit der er 7.500 GWh/a grünen Strom erzeugen könnte. BASF will mit dem Strom am Standort Ludwigshafen bisher fossile Energieträger bei der Produktion von Basischemikalien ersetzen. Außerdem möchte der Chemiekonzern mit der erneuerbaren Energie grünen Wasserstoff erzeugen. Zum ausführlichen Bericht (Bild: BASF)
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Emerson Process Management GmbH + Co. oHG
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